Winterreifen Testsieger Autobild, ADAC und Bußgeldkatalog
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Ursachen für eine Reifenpanne

Reifenpanne – was ist zu tun


Wie entsteht eine Reifenpanne

Einige haben es schon erlebt und mussten wegen einer Reifenpanne stehen bleiben. In den seltensten Fällen ist der Fehler beim Reifen Hersteller zu finden. Bei einem Reifenschaden gilt es zu unterscheiden, ob der Schaden am Reifen durch Fremdeinwirkung oder durch einen Anwendungsfehler entstanden ist.

Die Reifen sind das Verbindungsglied zwischen Auto und Straße, von daher eines der wichtigsten Autoteile überhaupt. Ihren Reifen sollten Sie daher eine besondere Bedeutung zur regelmäßigen Kontrolle zukommen lassen. Es ist nicht nur wegen einer eventuellen Reifenpanne, auch die Fahrsicherheit hängt vom Zustand der Reifen ab!

Reifenschaden durch Fremdeinwirkung

Beim Überfahren von spitzen Gegenständen, wie einen Nagel, eine Scherbe oder spitzen Stein, kann die Luft aus dem Reifen langsam oder schlagartig entweichen. Bei abgefahren Reifen ist die Gefahr größer. Selbst wenn durch den Fremdkörper noch keine Luft entweicht, so können diese durch Schnitte oder Risse in den Gummi eindringen und den Reifen innen durch Rostbildung der Stahldrähte beschädigen.

Bei zu lang geparkten Fahrzeuge in der Sonnenhitze kann es zu abnormale Verformungen des Reifen kommen, da sich der Druck des Fahrzeugs genau auf einen Punkt des Reifens konzentriert. Beim Fahren macht sich das durch ein lauteres Fahrgeräusch und komischen Fahrverhalten des Fahrzeugs bemerkbar, was auch zu einem geplatzten Reifen führen kann.

Ein Haltbarkeitsdatum für Reifen gibt es nicht. Auch wenn Sie kaum fahren oder die Reifen eine Zeit lang gelagert wurden, wirkt sich das auf den Reifen nicht negativ aus. Je frischer der Gummi, desto besser ist auch die Haftung des Reifens. Beim Erwerb von Reifen achten Sie auf das
 Produktionsdatum, welches jeder Reifen hat. Bis acht Jahre kann der Reifen bedenkenlos genutzt werden.

Reifenschaden durch Anwendungsfehler

Falscher Luftdruck ist eine häufige Ursache von Reifenschäden. Bei zu niedrigem Luftdruck platzt der Reifen eher als bei zu hohem Luftdruck. Zu hoher Luftdruck spart zwar Treibstoff, dadurch ist die Bodenhaftung geringer, was bei Wasser, sprich Aquaplaning gefährlich werden kann. Ganz zu schweigen, dass bei falschem Luftdruck sich das Reifenprofil schneller abnutzt. Der richtige Luftdruck wird von den Autoherstellern empfohlen und die Angaben dazu finden Sie in Ihren Fahrzeugpapieren.

Ein defektes Reifenventil führt zu falschen Luftdruck. Das Ventil ist ein Schwachpunkt beim Reifen, welches nicht nur für des Einpumpen und Auslassen der Luft zuständig ist, es muss auch den Überdruck, vor allem bei hoher Geschwindigkeit aushalten. Wenn Ihr Reifen Luft verliert, muss es kein Fremdkörper sein was den Reifen beschädigt hat, auch ein defektes Reifenventil kann dafür verantwortlich sein.

Die Lagerung der Reifen spielt auch eine Rolle. Die Reifen sollten nicht an feuchten und hellen Orten gelagert werden. Der Gummi kann dadurch verhärten und spröde werden, was die Fahreigenschaft beeinträchtigt und den Reifen schneller abnutzt.


Reifenschaden durch falsche Fahrweise

Reifenschaden durch Fahrweise

Einen heißen Reifen fahren denken sich viele und lasten es voll aus, zum einem weil es Spaß macht das Auto und dessen Stärke zu spüren, was gelegentlich OK ist, oder einfach nur um anzugeben. Wer versteht z. B. warum man vor einer roter Ampel Gas geben muss, um vor der Ampel wieder abbremsen zu müssen?

Die angewohnte Fahrweise kann zum erheblichen Teil über den Zustand der Reifen beitragen. Je schneller man fährt, vor allem in Kurven desto schneller nutzen sich die Reifen ab. Jeder hat sein Auto schon mal ausgelastet und es spricht auch nichts dagegen, nur wenn es zur Gewohnheit wird, ist nicht nur für die Reifen und das Auto schädlich, auch sollte an die anderen Verkehrsteilnehmer gedacht werden und im Verkehr so gefahren werden, dass niemand gefährdet wird. Ein Vorausschauende fahrt trägt nicht nur der Sicherheit bei, es spart auch Geld, in Form von Treibstoff und Verschleißteile.

Bordstein parken ist auch eine Ursache für Reifenschäden. Sicher lässt es sich nicht immer vermeiden aber je öfter so geparkt wird, desto eher leidet der Reifen darunter. Wenn Bordstein, dann so langsam wie möglich einparken.

Wenn es der Verkehr zulässt, sollten Sie Schlaglöcher und abgesetzte Gullydeckel ausweichen. Ihre Reifen und Federn werden es Ihnen danken.


Verhalten bei einer Reifenpanne

Verhalten bei einer Reifenpanne


Bei aller Vorsorge und Kontrolle der Reifen kann es trotzdem passieren, dass der Reifen Luft verliert oder gar platzt. Als erstes gilt es richtig zu reagieren, um nicht sich und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Wenn der Reifen Luft verliert

Sobald Sie merken Ihr Reifen verliert Luft, schalten Sie die Warnblinkanlage an und vermeiden hektische Lenkbewegungen, Gas geben oder voreilige Bremsmanöver und steuern den nächsten Parkplatz oder eine geeignete Stelle an. In den meisten Fällen reicht die Luft, um nicht auf dem Standstreifen oder einer ungünstigen Stelle halten zu müssen.

Wenn der Reifen platzt

Wenn der Reifen platzt, sofort vom Gas runter, Warnblinklicht einschalten und den Wagen ausrollen lassen. Keine plötzlichen oder ruckartigen Bremsmanöver, falls doch dann so sanft wie möglich bremsen.

In beiden Fällen gilt, zuerst den Standort mit einem Warndreieck absichern und falls Sie auf dem Seitenstreifen stehen, sollten die Insassen des Wagens das Auto auf der Beifahrerseite verlassen. Dann können Sie Hilfe holen oder den Reifen selber wechseln.


Reifenpanne beheben

Reifenpanne beheben


Zuerst muss festgestellt werden, ob Sie in der Lage sind mit einem Ersatz Reifen und dem dazu gehörigen Werkzeug, den beschädigten Reifen selber zu wechseln. Falls nichts der gleichen an Bord ist, wird Ihnen der Griff zum Handy oder das Aufsuchen der Notfallsäule nicht erspart bleiben oder Sie haben das Glück eines freiwilligen Helfers.

Reifenpanne mit Reifen Pannenspray beheben

Dies ist die einfachste und schnellste Möglichkeit, ein Dichtungsspray mit Luft zu verwenden. Davor muss zuerst die Ursache, z. B. Nagel oder Glasscherbe, für den platten Reifen gesucht und entfernt werden. Solche Notfall Sprays eignen sich nur für kleinere Reifen und Sie können maximal 60 Kilometer damit fahren und sollten dann einen anderen nicht beschädigten Reifen montieren.

Besser sind Sie mit einem Set, welches ein
 Kompressor enthält, der sich an den Zigarettenanzünder anschließen lässt. Auch mit Kompressor muss der beschädigte Reifen durch einen nicht defekten Reifen ersetzt werden. Sie haben dadurch den Vorteil ein paar Kilometer weiter, als mit dem Pannenspray zu kommen.

Drei brauchbare Reifenfüllsets

Bei manchen Nachfüllsets kann es zu Spritzer mit dem Dichtmittel kommen. Es empfiehlt sich vorsichtig damit umzugehen oder eine Schutzbrille aufzusetzen.

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Weitere Infos zu Reifenfüllsets finden Sie auch unter "Was noch ins Auto gehört".

Klassische Methode – der Reifenwechsel

Es gibt zwei Arten von Reifen, die Sie als Ersatzrad mitführen können. Ein Notrad, was leichter ist und Treibstoff spart. Dafür ist die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h und das Notrad muss bei nächster Gelegenheit durch einen neuen Reifen ersetzt werden. Der Ersatzreifen ist die beste Möglichkeit, da Sie danach weiter fahren können, als ob "nichts geschehen" ist.

Reifenwechsel – so wird es gemacht

Die Pannenstelle ist gesichert, die Warnweste angezogen und Ihr Werkzeug, Wagenheber und Radkreuz zum Lösen der Radmuttern liegen griffbereit daneben.


Wagenheber für unterwegs

Hydraulik Stempelwagenheber sind platzsparend im Fahrzeug mitzuführen und Sie erleichtern sich den Reifenwechsel damit erheblich gegenüber dem Scherenwagenheber. Achten Sie beim Kauf auf die Tragkraft und Hubhöhe.

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Wagenheber

Mannesmann  M 007-T-GS5 Hydraulischer Wagenheber 5 t, TÜV/GS
21,09 Euro

Hydraulik
Wagenheber

Hydraulik Stempelwagenheber Flaschenwagenheber 10 T
61,89 Euro

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Wagenheber

Unitec 10005 Hydraulischer Stockheber 2 To
12,31 Euro
 
Weiteres zur Reifenpanne haben wir unter "Was noch ins Auto gehört" erläutert.

Tipp

Wenn Sie noch nie einen Reifen gewechselt haben, oder einen neuen Wagenhaber erworben haben, probieren Sie den Reifen Wechsel erst bei Ihnen daheim oder einem Bekannten mit guten Kenntnissen aus, um im Notfall keine böse Überraschungen zu erleben.